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Unterschied zwischen Yukata und Kimono: Tabelle mit 8 Merkmalen

Kurzantwort: Der Yukata ist ein ungefütterter, leichter Kimono aus Baumwolle oder Leinen für den Sommer und für Bad und Freizeit. Der Kimono ist das traditionelle Gewand aus oft teurer Seide für besondere Anlässe, mit Unterkleid, Obi und weiterem Zubehör. Beide haben den gleichen T-förmigen Schnitt und werden links über rechts geschlossen. Der Yukata ist die einfache, waschbare, günstige Version.

Auf dem Sommerfest in Japan tragen viele ein weit fallendes Gewand mit breitem Gürtel. Für europäische Augen ist das ein Kimono. Für Japaner ist es meistens ein Yukata, und der Unterschied ist ungefähr der zwischen einem Leinenhemd und einem Anzug.

Beide Kleidungsstücke sehen auf den ersten Blick gleich aus, weil sie den gleichen Schnitt haben: gerade Bahnen, weite Ärmel, ein Kragen, ein Gürtel. Der Unterschied liegt im Stoff, im Aufwand, im Anlass und im Preis.

Hier findest du die Unterschiede in einer Tabelle, die Herkunft beider Wörter, die Anlässe, zu denen sie getragen werden, und die Regeln beim Anziehen, die für beide gelten.

Yukata und Kimono in der Tabelle

Merkmal Yukata Kimono
Wortbedeutung Von Yukatabira, „Badekleidung“ „Anziehsache“, Ding zum Anziehen
Stoff Baumwolle oder Leinen Hochwertig meist Seide, oft handgemacht und aufwendig dekoriert
Futter Ungefüttert Je nach Jahreszeit gefüttert oder ungefüttert
Unterkleid Keines nötig Eigene Unterkleider gehören zur Ausstattung
Schuhe Geta, barfuß ohne Socken Sandalen mit Tabi-Socken
Anlass Sommerfeste, Feuerwerk, Onsen, Ryokan, Schlafanzug Feiern, Zeremonien, formelle Anlässe
Preis Günstig, oft im Hotel kostenlos gestellt Ein Frauenkimono leicht über 10.000 €, komplette Ausstattung über 20.000 €
Pflege Moderne Modelle waschmaschinenfest Aufwendig, meist Fachreinigung

Was ein Kimono ist

Der Kimono ist laut Wikipedia ein traditionelles japanisches Gewand, das von einem breiten Gürtel, dem Obi, zusammengehalten wird. Das Wort bedeutet schlicht „Anziehsache“. Der Schnitt ist T-förmig: ein gerader, knöchellanger Umhang mit Kragen und weiten Ärmeln. Getragen wird er laut Wikipedia „immer mit der linken Seite über die rechte“. Der Obi wird am Rücken geknotet.

Hochwertige Kimonos sind handgenäht, die Stoffe oft handgemacht und aufwendig dekoriert. Wikipedia nennt Preise: Ein einzelner Frauenkimono kann leicht mehr als 10.000 Euro kosten, eine komplette Ausstattung mit Unterkleidern, Obi, Bändern, Socken, Sandalen und Zubehör über 20.000 Euro. Ein einzelner Obi kann Tausende Euro wert sein.

Es gibt viele Arten. Der Furisode mit 100 bis 110 Zentimeter langen Ärmeln ist der formellste Kimono für unverheiratete Frauen. Der Kurotomesode, schwarz und nur unterhalb der Taille gemustert, ist der förmlichste für verheiratete Frauen und wird oft von den Müttern des Brautpaares getragen. Der Komon mit kleinem, sich wiederholendem Muster ist für den Alltag. Heute werden Kimonos laut Wikipedia bevorzugt zu besonderen Anlässen und meist von Frauen getragen. Professionelle Sumoringer müssen bei öffentlichen Auftritten außerhalb des Rings einen Kimono tragen.

Was ein Yukata ist

Der Yukata ist laut Wikipedia „ein traditionelles japanisches Kleidungsstück aus Baumwolle“. Er ist ungefüttert, leicht und die einfachere, günstigere Alternative zum Kimono. Ein anderer Name lautet „Natsu no Kimono Sugata“, der Sommerkimono.

Der Name kommt vom Yukatabira, einem Badegewand, und beschreibt bis heute einen Hauptzweck. In japanischen Hotels, Ryokans und Onsen-Bädern bekommen Gäste einen Yukata gestellt, oft kostenlos, entweder täglich frisch im Zimmer oder aus einem Schrank in der Lobby. Auch öffentliche Badehäuser halten ihn bereit. Nach dem Bad trägt man ihn, zum Schlafen, und in Onsen-Orten auch auf der Straße.

Der zweite Zweck ist der Sommer. Bei Festen und Feuerwerken tragen viele Japaner einen Yukata, seit Ende der 1990er-Jahre laut englischer Wikipedia wieder verstärkt. Moderne Yukata sind waschmaschinenfest und kommen in allen Farben, die traditionellen Muster sind Indigo und Weiß.

Das Zubehör: Wo der Aufwand liegt

Zum Yukata gehören drei Dinge: der Yukata selbst, ein Obi und Geta, die Holzsandalen, die ohne Socken getragen werden. Dazu kommen höchstens ein Fächer und ein kleiner Beutel, der Kinchaku. Anziehen dauert Minuten.

Zum Kimono gehören Unterkleider, ein aufwendig gebundener Obi, Bänder, Tabi, also knöchelhohe Socken mit abgetrenntem Zehbereich, und Sandalen. Wikipedia zählt für die komplette Ausstattung Kimono, Unterkleider, Obi, Bänder, Socken, Sandalen und Zubehör auf. Die Obi-Bindungen für Frauen sind laut Wikipedia die kompliziertesten.

Regeln, die für beide gelten

Der Schnitt ist bei beiden gleich: gerade Nähte und weite Ärmel, wie es die englische Wikipedia für den Yukata beschreibt. Die Ärmel unterscheiden sich nach Geschlecht: Beim Männer-Yukata reicht der Ärmel etwa 10 Zentimeter unter die Achselnaht, beim Frauen-Yukata etwa 20 Zentimeter.

Links über rechts gilt für Yukata und Kimono, für Männer und Frauen. Wer im Hotel den Yukata anzieht, sollte das beachten. Der Obi wird hinten gebunden.

Welches Gewand du im Urlaub brauchst

Für Ryokan, Onsen und Sommerfest reicht der Yukata, und meist wird er dir gestellt. Ein eigener Yukata ist ein günstiges Souvenir und lässt sich zu Hause waschen. Einen Kimono kaufst du nur, wenn du ihn zu einem formellen Anlass tragen willst und bereit bist, das Zubehör und das Ankleiden dazuzunehmen.

Häufige Fragen

Ist ein Yukata ein Kimono?

Ja, im weiten Sinn. Er hat den gleichen Schnitt und gilt als Sommerkimono. Im engen Sinn ist er die einfache, ungefütterte Baumwollvariante.

Kann ich einen Yukata zu einer Hochzeit tragen?

Nein. Der Yukata ist Freizeit- und Sommerkleidung. Zu formellen Anlässen gehört ein Kimono.

Welche Seite kommt nach oben?

Immer links über rechts, bei beiden Gewändern und beiden Geschlechtern.

Was kostet ein Kimono?

Laut Wikipedia kann ein einzelner Frauenkimono leicht über 10.000 Euro kosten, die komplette Ausstattung über 20.000 Euro.

Trägt man unter dem Yukata etwas?

Keine eigenen Unterkleider wie beim Kimono. Die Standardausstattung besteht laut englischer Wikipedia aus Yukata, Obi und Geta ohne Socken.

Bekomme ich im Hotel einen Yukata?

Viele japanische Hotels, Ryokans und Onsen stellen einen kostenlos, im Zimmer oder aus einem Schrank in der Lobby.

Quellen

Das passt dazu

Drei Artikel, die dieselbe Frage von einer anderen Seite angehen:

Geschrieben von Jonas, Redaktion smarterklärt.de — er erklärt hier Begriffe und Zusammenhänge in einfacher Sprache.


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