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Unterschied zwischen CT und MRT verständlich erklärt

Kurzantwort: Die Computertomographie arbeitet mit Röntgenstrahlen, die Magnetresonanztomographie mit einem starken Magnetfeld und Radiowellen. Ein CT ist in Sekunden fertig und zeigt Knochen, Blutungen und Lunge besonders gut, bringt dafür eine Strahlendosis mit. Ein MRT dauert 15 bis 60 Minuten, kommt ohne ionisierende Strahlung aus und stellt Weichteile deutlich besser dar.

Beide Geräte sehen aus wie eine große Röhre, in die man hineingefahren wird. Damit hört die Ähnlichkeit auf.

Die Physik dahinter ist grundverschieden, und daraus folgt alles Weitere: Dauer, Lautstärke, Strahlung und die Frage, welche Gewebe sichtbar werden.

Hier steht, was in beiden Geräten passiert und wann Ärzte welches wählen.

Wie ein CT arbeitet

Im CT rotiert eine Röntgenröhre um deinen Körper. Gegenüber sitzen Detektoren, die messen, wie stark die Strahlung auf ihrem Weg abgeschwächt wurde.

Aus vielen tausend solcher Messungen aus allen Richtungen rechnet ein Computer Schnittbilder. Der Wortteil „Tomographie“ kommt vom griechischen tomé für Schnitt.

Knochen schwächen Röntgenstrahlung stark ab und erscheinen hell, Luft kaum und erscheint dunkel. Deshalb ist das CT stark bei Knochen, Lunge und frischen Blutungen.

Die eigentliche Aufnahme dauert meist nur Sekunden. Für Notfälle ist das der entscheidende Vorteil.

Wie ein MRT arbeitet

Im MRT gibt es keine Röntgenröhre. Ein starkes Magnetfeld richtet die Wasserstoffkerne im Körper aus, üblich sind Feldstärken von 1,5 oder 3 Tesla.

Kurze Radiowellenimpulse bringen diese Kerne aus der Richtung. Beim Zurückkippen senden sie selbst ein Signal, und aus diesen Signalen entsteht das Bild.

Weil der Körper unterschiedlich viel Wasser enthält, lassen sich Weichteile fein unterscheiden. Gehirn, Bandscheiben, Sehnen, Muskeln und Bänder sind die Domäne des MRT.

Erkauft wird das mit Zeit. Je nach Fragestellung dauert eine Untersuchung 15 bis 60 Minuten, und du musst dabei still liegen.

Strahlung: der wichtigste Unterschied

Das MRT verwendet keine ionisierende Strahlung. Nach Einschätzung des Bundesamts für Strahlenschutz ist die Untersuchung bei Einhaltung der Sicherheitsempfehlungen nicht mit gesundheitlichen Risiken verbunden.

Beim CT sieht das anders aus. Das BfS beziffert die mittlere effektive Dosis durch Röntgenanwendungen in Deutschland für 2023 auf rund 1,5 Millisievert pro Einwohner und Jahr.

Den Löwenanteil daran trägt das CT. CT-Untersuchungen und ähnlich dosisintensive Eingriffe machten 2023 nur etwa 15 Prozent aller Röntgenanwendungen aus, steuerten aber nahezu 90 Prozent zur kollektiven effektiven Dosis bei.

Zur Einordnung: Die natürliche Strahlenexposition in Deutschland liegt im Mittel bei 2,1 Millisievert im Jahr, je nach Wohnort und Lebensgewohnheiten zwischen 1 und 10 Millisievert.

Deshalb gilt beim CT eine strenge Abwägung. Es wird eingesetzt, wenn der Nutzen die Dosis rechtfertigt — im Notfall ist das schnell der Fall.

Wofür welches Verfahren gewählt wird

Für das CT sprechen Tempo und Verfügbarkeit: Verdacht auf Hirnblutung, schwere Unfälle, Lungenembolie, Nierensteine, komplizierte Knochenbrüche, Fragen zur Lunge.

Für das MRT sprechen Weichteile und Detailtiefe: Gehirn und Rückenmark, Bandscheibenvorfälle, Meniskus und Kreuzband, Muskeln und Sehnen, Leber, Prostata, Multiple Sklerose.

Es gibt Überschneidungen, und häufig ergänzen sich beide. Ein CT klärt im Notfall die dringende Frage, ein MRT liefert später die genauere Darstellung.

Auch die Verfügbarkeit spielt mit. CT-Geräte stehen in nahezu jedem Krankenhaus und sind rund um die Uhr besetzt, MRT-Termine haben je nach Region Wartezeiten.

Bei Kindern und in der Schwangerschaft wird die Strahlung besonders streng abgewogen. Wo es geht, wird dann auf Ultraschall oder MRT ausgewichen.

Unterschied zwischen MRT und CT bei Metall im Körper

Das Magnetfeld ist immer an, auch wenn gerade niemand untersucht wird. Metall kann angezogen oder erwärmt werden, elektronische Implantate können gestört werden.

Deshalb wird vor jedem MRT abgefragt: Herzschrittmacher, Defibrillator, Cochlea-Implantat, Gefäßclips, künstliche Gelenke, Metallsplitter im Auge. Viele moderne Implantate sind ausdrücklich MR-tauglich, das muss aber vorher geklärt sein.

Abgelegt werden vor der Untersuchung Schmuck, Piercings, Uhren, Hörgeräte, Haarklammern und Pflaster mit Metallanteil. Auch bei einzelnen Tätowierfarben mit metallhaltigen Pigmenten kann es zu Wärmeempfindungen kommen.

Ein CT hat diese Einschränkungen nicht. Dafür kommt es bei Metallimplantaten zu Bildartefakten, die Aufnahmen in der Umgebung unscharf machen.

Wie eine Untersuchung praktisch abläuft

Beim CT liegst du auf einem Tisch, der langsam durch einen kurzen Ring fährt. Die Röhre ist offen, du siehst an beiden Seiten hinaus. Meist musst du kurz die Luft anhalten.

Beim MRT fährst du weiter in eine längere, engere Röhre hinein. Eine Spule wird über die zu untersuchende Körperregion gelegt, ein Notfallknopf liegt in deiner Hand.

Laut ist nur das MRT. Klopfen, Hämmern und Brummen wechseln sich ab, je nach Aufnahmeserie, deshalb gehört Gehörschutz dazu.

Bei beiden gilt: möglichst still liegen. Bewegung erzeugt unscharfe Bilder, und im MRT bedeutet das häufig, dass eine Serie wiederholt werden muss.

Nüchtern kommen musst du nur, wenn Kontrastmittel geplant ist oder der Bauchraum untersucht wird. Was für dich gilt, steht in der Terminbestätigung.

Häufige Fragen

Was ist schädlicher, CT oder MRT?

Das CT bringt eine Strahlendosis mit, das MRT nicht. Bei medizinisch begründeter Indikation überwiegt der Nutzen des CT den Nachteil.

Wie lange dauert die Untersuchung?

Die CT-Aufnahme selbst dauert Sekunden bis wenige Minuten. Ein MRT liegt je nach Region bei 15 bis 60 Minuten.

Warum ist das MRT so laut?

Die Gradientenspulen im Gerät werden schnell geschaltet und vibrieren dabei. Deshalb bekommst du Kopfhörer oder Ohrstöpsel.

Was tun bei Platzangst?

Sag es vorher. Es gibt kurze Sequenzen, offene oder weite Geräte und in Absprache auch ein Beruhigungsmittel.

Brauche ich Kontrastmittel?

Nicht immer. Beim CT wird jodhaltiges, beim MRT gadoliniumhaltiges Kontrastmittel verwendet — nur, wenn die Fragestellung es verlangt.

Darf man mit Herzschrittmacher ins MRT?

Nur, wenn das Modell ausdrücklich als MR-tauglich zugelassen ist. Das klärt die behandelnde Praxis vorher anhand des Implantatausweises.

Quellen

Das passt dazu

Drei Artikel, die dieselbe Frage von einer anderen Seite angehen:

Geschrieben von Jonas, Redaktion smarterklärt.de — er erklärt hier Begriffe und Zusammenhänge in einfacher Sprache.


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