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Kurzantwort: OneDrive ist der Cloud-Speicher von Microsoft. Du legst Dateien darin ab, und sie liegen auf Microsoft-Servern statt nur auf deinem Gerät. So kommst du vom PC, vom Smartphone und aus dem Browser an dieselben Dateien und kannst sie mit anderen teilen. Mit einem kostenlosen Microsoft-Konto bekommst du laut Wikipedia 5 Gigabyte Speicher, mit einem Microsoft-365-Abo 1 Terabyte. In Windows ist OneDrive fest eingebaut, deshalb taucht es oft auf, ohne dass du es bewusst eingerichtet hast.
Auf dem neuen Windows-Laptop liegt der Ordner „Dokumente“ plötzlich in einer Wolke. Der Explorer zeigt kleine Symbole neben den Dateien, und irgendwann meldet sich ein Hinweis, der Speicher sei fast voll. Viele lernen OneDrive genau so kennen: ungefragt.
Dabei ist die Idee dahinter einfach. Deine Dateien liegen an einem zentralen Ort im Internet, und jedes deiner Geräte hält eine Kopie davon aktuell. Geht der Laptop kaputt, sind die Dateien trotzdem da.
Hier liest du, was OneDrive genau ist, wie die Synchronisation funktioniert, was die Symbole bedeuten, wie viel Speicher du bekommst, was der Persönliche Tresor ist und wie du OneDrive abschaltest, wenn du es nicht willst.
Die Definition
Wikipedia beschreibt OneDrive als Filehosting-Dienst von Microsoft, bei dem Nutzer Dateien hochladen und „auch von anderen Zugängen aus“ darauf zugreifen können. Filehosting heißt: Der Anbieter stellt Festplattenplatz auf seinen Servern bereit, du füllst ihn.
Der Dienst ist älter, als viele denken. Er startete laut Wikipedia 2007 als „Windows Live Folders“, lief dann jahrelang unter dem Namen SkyDrive und heißt seit Februar 2014 OneDrive. Der Namenswechsel folgte auf einen Markenstreit mit dem britischen Sender Sky.
Es gibt zwei Varianten. OneDrive für Privatpersonen hängt am Microsoft-Konto. OneDrive für Arbeit oder Schule gehört zu Microsoft 365 im Unternehmen und wird von der IT-Abteilung verwaltet. Beide sehen ähnlich aus, laufen aber getrennt.
So funktioniert die Synchronisation
- Auf deinem PC gibt es einen OneDrive-Ordner. Alles, was du dort ablegst, lädt die OneDrive-App im Hintergrund auf die Microsoft-Server hoch.
- Meldest du dich auf einem zweiten Gerät mit demselben Konto an, lädt die App die Dateien dort herunter. Änderst du eine Datei auf einem Gerät, wird sie überall aktualisiert.
- Im Browser erreichst du dieselben Dateien unter onedrive.com, auch auf fremden Rechnern.
- Ein Versionsverlauf bewahrt ältere Stände einer Datei auf. Laut Wikipedia kannst du damit Änderungen rückgängig machen.
Windows bietet außerdem an, Standardordner in OneDrive zu sichern. Laut Microsoft sind das Desktop, Dokumente, Musik, Bilder und Videos. Dann liegen diese Ordner in der Cloud. Das ist der Grund, warum Dateien auf einem neuen PC „in der Wolke“ erscheinen.
Was die Symbole im Explorer bedeuten
Seit Windows 10 Version 1709 gibt es laut Microsoft die Funktion „Dateien bei Bedarf“. Sie zeigt alle Dateien im Explorer an, lädt sie aber erst herunter, wenn du sie brauchst. Drei Symbole zeigen den Zustand:
| Symbol | Zustand | Was das bedeutet |
|---|---|---|
| Blaue Wolke | nur online | Die Datei belegt laut Microsoft keinen Platz auf dem PC und wird beim Öffnen geladen. Ohne Internet geht sie nicht auf. |
| Grüner Haken mit weißem Hintergrund | lokal verfügbar | Die Datei ist heruntergeladen und lässt sich laut Microsoft jederzeit öffnen, auch ohne Internet. |
| Gefüllter grüner Kreis mit Haken | immer auf diesem Gerät | Die Datei bleibt dauerhaft lokal gespeichert, auch offline verfügbar. |
Per Rechtsklick auf eine Datei oder einen Ordner stellst du um. „Immer auf diesem Gerät behalten“ ist die richtige Wahl für alles, was du unterwegs ohne Netz brauchst. Seit OneDrive Build 23.066 ist „Dateien bei Bedarf“ laut Microsoft standardmäßig aktiv.
Wie viel Speicher du bekommst
Wikipedia nennt diese Stufen:
- Kostenlos mit Microsoft-Konto: 5 Gigabyte, seit dem 27. Juli 2016
- Mit Microsoft 365 Single oder Family: 1 Terabyte je Person
- Maximale Größe einer einzelnen Datei: 250 Gigabyte
5 Gigabyte sind schnell voll, sobald Windows die Bilder-Ordner sichert. Dann kommt der Hinweis „Speicher fast voll“. Du hast drei Wege: Dateien aus OneDrive auf den PC verschieben, die Sicherung einzelner Ordner abschalten oder ein Abo buchen.
Der Persönliche Tresor
Für Ausweiskopien, Verträge und ähnliche Dokumente gibt es in OneDrive den Persönlichen Tresor, einen Bereich mit zusätzlicher Absicherung. Beim Öffnen fragt OneDrive laut Microsoft noch einmal nach Fingerabdruck, Gesicht, PIN oder einem Code per E-Mail, SMS oder Authenticator-App.
Der Tresor sperrt sich von selbst: im Browser nach 20 Minuten ohne Aktivität, auf dem Smartphone nach 3 Minuten, auf dem Windows-PC nach einer einstellbaren Zeit. Auf einem Windows-10-PC werden die Dateien laut Microsoft zusätzlich mit BitLocker verschlüsselt. Ohne Microsoft-365-Abo passen laut Microsoft nur drei Dateien in den Tresor. Auf dem Mac gibt es die Funktion nicht.
Datenschutz und Abschalten
Deine Dateien liegen bei Microsoft. Wikipedia weist darauf hin, dass Microsoft die Daten seiner Kunden automatisiert durchsucht, um Kinderpornografie oder anderen Missbrauch zu finden. Wer das nicht will, verschlüsselt sensible Dateien vor dem Hochladen selbst oder lässt sie lokal.
OneDrive lässt sich abschalten, ohne Dateien zu verlieren. Der Weg laut Microsoft: Wolkensymbol im Infobereich, dann Einstellungen, Registerkarte „Synchronisieren und sichern“, dann „Sicherung verwalten“. Beendest du dort die Sicherung eines Ordners, fragt OneDrive, ob die Dateien nur in OneDrive oder nur auf dem PC bleiben sollen. Wähle „nur auf dem PC“, wenn du die Cloud loswerden willst. Danach kannst du in denselben Einstellungen die Verknüpfung des PCs mit OneDrive aufheben.
Häufige Fragen
Ist OneDrive kostenlos?
Ja, mit 5 Gigabyte. Mehr Speicher gibt es laut Wikipedia mit einem Microsoft-365-Abo, dann 1 Terabyte.
Brauche ich OneDrive?
Nein. Windows läuft auch ohne. Praktisch ist es, wenn du Dateien auf mehreren Geräten brauchst oder eine Sicherung willst.
Warum sind meine Dokumente plötzlich in OneDrive?
Weil Windows bei der Einrichtung anbietet, Desktop, Dokumente, Bilder und weitere Ordner in OneDrive zu sichern. Das lässt sich unter „Sicherung verwalten“ rückgängig machen.
Was bedeutet die blaue Wolke neben einer Datei?
Die Datei liegt nur online und wird erst beim Öffnen heruntergeladen. Ohne Internet ist sie nicht erreichbar.
Kann Microsoft meine Dateien sehen?
Laut Wikipedia durchsucht Microsoft die Daten automatisiert nach Missbrauchsmaterial. Für vertrauliche Dokumente hilft eigene Verschlüsselung oder der Persönliche Tresor.
Was ist der Unterschied zu OneDrive für Arbeit oder Schule?
Die Firmenvariante gehört zum Microsoft-365-Konto des Arbeitgebers und wird von dessen IT verwaltet. Das private OneDrive hängt an deinem eigenen Microsoft-Konto.
Quellen
- Wikipedia – OneDrive
- Microsoft Support – Dateien bei Bedarf in OneDrive für Windows
- Microsoft Support – Schützen Ihrer OneDrive-Dateien im Persönlichen Tresor
- Microsoft Support – Sichern Ihrer Ordner mit OneDrive
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