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Stand: September 2026 · Lesezeit: 5 Minuten
Omnivor bedeutet „alles fressend“. Der Begriff aus der Zoologie beschreibt Tiere, die sich von Pflanzen und von Tieren ernähren. Das dazugehörige Substantiv lautet Omnivore, auf Deutsch Allesfresser. Typische Beispiele sind Ratten, Schweine, Bären und der Mensch.
Das Wichtigste in Kürze
- Omnivor ist ein Adjektiv und heißt „alles fressend“.
- Herkunft: lateinisch „omnis“ (alles) und „vorare“ (verschlingen).
- Gegenbegriffe: herbivor (Pflanzenfresser) und karnivor (Fleischfresser).
- Auch der Mensch zählt zu den Omnivoren.
Omnivor: Bedeutung laut Wörterbuch
Der Duden führt „omnivor“ als Adjektiv aus der Zoologie. Es beschreibt Tiere, die sich von pflanzlicher und tierischer Kost ernähren. Die Worttrennung lautet om|ni|vor. Im Alltag ist das Wort selten. In Biologiebüchern, Tierdokus und Ernährungstexten taucht es dagegen regelmäßig auf.
Das Substantiv heißt „der Omnivore“, in der Mehrzahl „die Omnivoren“. Die deutsche Entsprechung ist „Allesfresser“. Beide Begriffe meinen dasselbe.
Kurzantwort: Omnivor heißt „alles fressend“. Omnivore Tiere ernähren sich von Pflanzen und Tieren, sie sind Allesfresser.
Woher kommt das Wort omnivor?
Das Wort stammt aus dem Lateinischen. Es setzt sich aus zwei Teilen zusammen.
- omnis: alles, jedes
- vorare: verschlingen, fressen
Wörtlich heißt omnivor also „alles verschlingend“. Die gleiche Endung steckt in anderen Fachwörtern. Herbivor kommt von „herba“, dem Kraut. Karnivor kommt von „caro“, dem Fleisch. Insektivor bezeichnet Insektenfresser. Es gibt auch eine griechische Variante: „pan“ heißt alles, „phagein“ essen. Daraus wird „pantophag“, ein seltenes Synonym für omnivor.
Omnivor, herbivor, karnivor: die Unterschiede
Biologen teilen Tiere grob danach ein, was sie fressen. Die drei wichtigsten Gruppen zeigt die Tabelle.
| Begriff | Deutsch | Nahrung | Beispiele |
|---|---|---|---|
| herbivor | Pflanzenfresser | Pflanzen | Rind, Pferd, Hase |
| karnivor | Fleischfresser | Tiere | Löwe, Wolf, Adler |
| omnivor | Allesfresser | Pflanzen und Tiere | Schwein, Ratte, Bär, Mensch |
Die Grenzen sind fließend. Ein Rind frisst Gras. Dabei nimmt es zwangsläufig Insekten auf, die im Gras sitzen. Streng genommen frisst es damit auch Tierisches. Als Omnivore gilt es trotzdem nicht, weil die Pflanzenkost klar dominiert.
Beispiele für omnivore Tiere
Allesfresser sind keine eigene Tiergruppe im Stammbaum. Der Begriff beschreibt eine Ernährungsweise. Sie findet sich bei ganz unterschiedlichen Tieren.
- Schwein und Wildschwein: Sie fressen Wurzeln, Eicheln, Würmer und Aas.
- Ratte: Sie verwertet fast alles, von Getreide bis zu Essensresten.
- Bär: Er gehört zur Ordnung der Raubtiere, frisst aber überwiegend Beeren, Nüsse und Pflanzen.
- Krähe: Sie frisst Samen, Insekten, kleine Tiere und Abfälle.
- Mensch: Er isst Getreide, Gemüse, Obst, Fleisch, Fisch und Milchprodukte.
Der Bär zeigt gut, wie Name und Ernährung auseinanderliegen können. Er ist ein Raubtier im Sinne der Systematik. Seine Nahrung ist aber überwiegend pflanzlich.
Kurzantwort: Typische Omnivoren sind Schweine, Ratten, Bären, Krähen und Menschen. Sie fressen je nach Angebot Pflanzen oder Tiere.
Woran erkennt man einen Allesfresser?
Omnivoren sind Generalisten. Sie haben keine strengen Ansprüche an ihre Nahrung. Das zeigt sich im Körperbau.
Gebiss: Viele Allesfresser haben höckerige Backenzähne. Fachleute nennen diese Form bunodont. Solche Zähne zerkleinern Pflanzen und Fleisch gleichermaßen gut. Pflanzenfresser haben oft breite Mahlzähne, Fleischfresser scharfe Reißzähne.
Anpassungsfähigkeit: Allesfresser nutzen, was gerade verfügbar ist. Im Herbst fressen sie Früchte, im Frühjahr vielleicht mehr Insekten. Diese Flexibilität erklärt, warum Ratten, Krähen und Wildschweine in Städten so gut zurechtkommen.
Nahrungskette: Omnivoren fressen auf mehreren Stufen. Sie ernähren sich von Pflanzen und zugleich von Tieren, die selbst Pflanzen fressen.
Ist der Mensch ein Omnivore?
Biologisch ja. Die Fachliteratur nennt den Menschen neben Ratten und Schweinen als typischen Allesfresser. Gebiss und Verdauung sind auf gemischte Kost ausgelegt. Das heißt aber nicht, dass jeder Mensch Fleisch essen muss. Viele Menschen ernähren sich vegetarisch oder vegan. Die Unterschiede dieser Ernährungsformen erklärt der Beitrag Unterschied zwischen vegan und vegetarisch.
In Ernährungsstudien heißen Menschen mit gemischter Kost oft einfach „Omnivore“. Im Deutschen ist dafür auch „Mischköstler“ üblich. Das Wort grenzt sie von Vegetariern und Veganern ab.
Omnivor im übertragenen Sinn
Das Wort hat auch eine bildliche Seite. Ein „kultureller Allesfresser“ mag Oper genauso wie Popmusik oder Schlager. Ein „omnivorer Leser“ liest Krimis, Sachbücher und Klassiker durcheinander. Gemeint ist eine breite, offene Neugier. Abwertend ist das nicht gemeint. Oft schwingt sogar Anerkennung mit, weil solche Menschen keine Scheu vor Neuem haben und Grenzen zwischen Hoch- und Alltagskultur locker nehmen. Wer weitere Fremdwörter nachschlagen will, findet ein Beispiel unter Autodidaktisch: Bedeutung.
Omnivor richtig verwenden: Beispielsätze
Als Adjektiv steht omnivor meist vor einem Substantiv oder nach „sein“. Die Beugung folgt den üblichen Regeln. Einige Beispiele zeigen den Gebrauch.
- „Wildschweine sind omnivor und fressen fast alles, was der Waldboden hergibt.“
- „Die omnivore Ernährung der Ratte macht sie zum erfolgreichen Stadtbewohner.“
- „In der Studie verglichen die Forschenden Omnivoren mit Veganern.“
- „Der Braunbär lebt überwiegend omnivor.“
Häufige Fehler betreffen die Schreibung. Richtig ist „omnivor“ mit v, ohne h und ohne Doppel-n. Das Substantiv schreibt man groß: „der Omnivore“. Wer Tiere einordnen will, fragt am besten nach dem Schwerpunkt der Nahrung. Frisst ein Tier regelmäßig beides, passt omnivor. Frisst es fast nur Pflanzen oder fast nur Fleisch, passen herbivor oder karnivor besser.
Fazit
Omnivor bedeutet „alles fressend“. Der Begriff stammt aus dem Lateinischen und gehört in die Zoologie. Omnivoren oder Allesfresser ernähren sich von Pflanzen und Tieren. Bekannte Beispiele sind Schwein, Ratte, Bär, Krähe und Mensch. Die Gegenbegriffe lauten herbivor und karnivor.
FAQ – Häufige Fragen
Was bedeutet omnivor?
Alles fressend. Omnivore Tiere fressen Pflanzen und Tiere.
Was ist ein Omnivore?
Ein Allesfresser, also ein Lebewesen mit gemischter Kost.
Woher kommt das Wort omnivor?
Aus dem Lateinischen: „omnis“ heißt alles, „vorare“ verschlingen.
Was ist das Gegenteil von omnivor?
Herbivor für Pflanzenfresser und karnivor für Fleischfresser.
Ist der Mensch omnivor?
Ja. Der Mensch gilt biologisch als Allesfresser.
Ist ein Bär ein Allesfresser?
Ja. Er gehört zu den Raubtieren, frisst aber überwiegend pflanzlich.
Sind Schweine Omnivoren?
Ja. Schweine gelten als typische Allesfresser.
Wie trennt man omnivor?
Om-ni-vor.
Was heißt pantophag?
Ein seltenes Synonym für omnivor aus dem Griechischen.
Was ist ein kultureller Allesfresser?
Ein Mensch mit breitem Geschmack, der etwa Oper und Popmusik gleichermaßen mag.
Quellen

Nico probiert Apps und Geräte aus, bevor er sie empfiehlt, und schreibt über Tastenkürzel, Einstellungen und Abkürzungen im Alltag.






