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Stand: September 2026 · Lesezeit: 6 Minuten
Gespeicherte Passwörter liegen entweder im Browser, im Betriebssystem oder in einem Passwortmanager. Bei Chrome öffnet sich die Liste über „Google Passwortmanager“, beim iPhone über „Einstellungen“ und „Passwörter“, unter Windows über die Anmeldeinformationsverwaltung. Die folgenden Abschnitte zeigen Schritt für Schritt, wo genau sich die Zugangsdaten verstecken.
Kurzantwort: Die meisten Passwörter stehen im Passwortmanager des Browsers oder Handys. Chrome nutzt passwords.google.com, das iPhone die Einstellungen unter „Passwörter“, Firefox die Adresse about:logins.
Das Wichtigste in Kürze
- Browser und Handy speichern Passwörter meist automatisch.
- Die Anzeige verlangt PIN, Fingerabdruck oder Gerätepasswort.
- Ein Export als CSV-Datei ist möglich, aber unverschlüsselt.
- Nicht gespeicherte Passwörter lassen sich nur zurücksetzen.
Wo finde ich meine Passwörter im Browser?
Jeder Browser fragt beim ersten Login, ob er das Passwort merken soll. Wer zugestimmt hat, findet die Daten in den Einstellungen. Der Weg ist bei allen großen Programmen ähnlich.
- Chrome: Adresse chrome://settings/passwords eingeben oder passwords.google.com öffnen.
- Edge: Adresse edge://settings/passwords aufrufen.
- Firefox: Adresse about:logins eingeben. Eine Anleitung zum Aufräumen des Browsers steht im Beitrag Firefox bereinigen.
- Safari: Auf dem Mac unter „Einstellungen“ und „Passwörter“.
Vor der Anzeige verlangt das System das Gerätepasswort oder einen Fingerabdruck. Ein Klick auf das Augen-Symbol zeigt dann das Passwort im Klartext. Über die Suchleiste lässt sich die gewünschte Website schnell finden.
Passwörter auf dem iPhone und iPad finden
Apple speichert Passwörter im iCloud-Schlüsselbund. Auf dem iPhone öffnet man die Einstellungen und tippt auf „Passwörter“. Neuere iOS-Versionen bieten dafür eine eigene App mit dem Namen „Passwörter“. Face ID oder der Gerätecode schalten die Liste frei.
Die Einträge lassen sich nach Website durchsuchen. Ein Tipp auf den Eintrag zeigt Benutzername, Passwort und oft auch den Einmalcode für die Zwei-Faktor-Anmeldung. Wer die Daten auf einen anderen Rechner mitnehmen will, findet den Weg im Artikel Apple Schlüsselbund als CSV exportieren.
Gespeicherte Passwörter auf Android und Samsung
Android-Geräte nutzen den Google Passwortmanager. Der Weg führt über „Einstellungen“, dann „Google“ und „Passwortmanager“. Bei manchen Herstellern heißt der Menüpunkt leicht anders, etwa „Google-Dienste“. Samsung-Geräte bieten zusätzlich Samsung Pass, dessen Daten in den Einstellungen unter „Sicherheit und Datenschutz“ liegen.
Auch am Computer klappt der Zugriff. Wer sich auf passwords.google.com mit dem Google-Konto anmeldet, sieht dieselbe Liste wie auf dem Handy. Das Konto muss dafür die Synchronisierung eingeschaltet haben.
Passwörter unter Windows und macOS
Windows speichert Zugangsdaten für Netzwerkfreigaben und einige Programme in der Anmeldeinformationsverwaltung. Sie erscheint, sobald man den Namen in die Suche der Taskleiste eintippt. Website-Passwörter liegen dagegen im Browser. Am Mac übernimmt der Schlüsselbund diese Aufgabe, in neueren Versionen als App „Passwörter“.
Auch WLAN-Passwörter sind gespeichert. Unter Windows zeigt die Eingabeaufforderung mit netsh wlan show profile name=“Netzwerkname“ key=clear das Kennwort an. Wer es weitergeben will, kann einen WLAN-QR-Code erstellen.
Kurzantwort: Windows sammelt Zugangsdaten in der Anmeldeinformationsverwaltung, macOS im Schlüsselbund. Browser-Passwörter bleiben im jeweiligen Browser und lassen sich dort einsehen.
Übersicht: Wo liegt welches Passwort?
| Gerät oder Programm | Speicherort |
|---|---|
| Chrome | passwords.google.com oder chrome://settings/passwords |
| Firefox | about:logins |
| Edge | edge://settings/passwords |
| iPhone | Einstellungen, Passwörter |
| Android | Einstellungen, Google, Passwortmanager |
| Windows | Anmeldeinformationsverwaltung |
| Mac | Schlüsselbund oder Passwörter-App |
Passwortmanager als zentraler Speicherort
Ein Passwortmanager sammelt alle Zugangsdaten an einer Stelle. Ein einziges Master-Passwort schützt den Tresor. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) empfiehlt für jeden Dienst ein eigenes Passwort und nennt Passwortmanager als praktische Hilfe. Die Grundlagen erklärt auch die Wikipedia unter dem Stichwort Kennwortverwaltung.
Bekannte Programme laufen auf Handy und Computer gleichzeitig. Der Tresor lässt sich mit Zwei-Faktor-Anmeldung zusätzlich absichern. Wer schon einen Browser-Speicher nutzt, kann die Einträge per CSV-Datei importieren. Danach die Datei unbedingt löschen, denn sie enthält alle Passwörter ungeschützt.
Passwort vergessen und nirgends gespeichert
Manche Passwörter tauchen in keiner Liste auf. Dann bleibt nur das Zurücksetzen. Anbieter speichern Passwörter nicht im Klartext, deshalb kann auch der Support sie nicht vorlesen. Ein Beispiel für einen Neustart bei Geräten zeigt der Beitrag Raspberry Pi Passwort vergessen.
- Auf der Anmeldeseite „Passwort vergessen“ anklicken.
- E-Mail-Adresse oder Handynummer eingeben.
- Den Rücksetzlink im Postfach öffnen.
- Ein neues, langes Passwort wählen und im Manager speichern.
Sicher mit Passwörtern umgehen
Lange Passwörter mit mindestens zwölf Zeichen gelten als solide Basis. Eine Kette aus mehreren Wörtern lässt sich gut merken. Jeder Dienst braucht ein eigenes Kennwort, sonst öffnet ein Datenleck gleich mehrere Türen. Die Zwei-Faktor-Anmeldung bietet zusätzlichen Schutz.
Eine moderne Alternative sind Passkeys. Sie ersetzen das Passwort durch ein kryptografisches Schlüsselpaar, das im Gerät liegt. Mehr dazu steht im Beitrag Was ist ein Passkey. Streikt das Netz beim Login, hilft oft der Artikel Warum funktioniert mein WLAN nicht.
Fazit
Wer nach seinen Passwörtern sucht, wird fast immer im Browser, im Handy oder im Betriebssystem fündig. Die Wege sind schnell gelernt und in der Tabelle oben zusammengefasst. Ein Passwortmanager mit starkem Master-Passwort schafft Ordnung. Wo nichts gespeichert ist, hilft nur das Zurücksetzen über den Anbieter.
FAQ – Häufige Fragen
Wo finde ich meine Passwörter im Chrome-Browser?
Im Chrome-Menü unter „Google Passwortmanager“ oder direkt über die Adresse chrome://settings/passwords. Dort erscheinen alle gespeicherten Zugangsdaten mit Website und Benutzername.
Wo sind Passwörter auf dem iPhone gespeichert?
In den Einstellungen unter „Passwörter“. Neuere iOS-Versionen bringen dafür eine eigene App namens „Passwörter“ mit. Face ID, Touch ID oder der Code schützen den Zugriff.
Wo finde ich gespeicherte Passwörter auf dem Android-Handy?
In den Einstellungen unter „Google“ und dann „Passwortmanager“. Auch die Website passwords.google.com zeigt die Liste, sobald man sich mit dem Google-Konto anmeldet.
Wo stehen die Passwörter in Windows?
Windows legt Zugangsdaten in der Anmeldeinformationsverwaltung ab. Sie lässt sich über die Suche in der Taskleiste öffnen. Browser-Passwörter liegen dagegen im jeweiligen Browser.
Kann ich Passwörter ohne Anmeldung am Gerät ansehen?
Nein. Chrome, Edge, Firefox und Apple verlangen vor der Anzeige das Gerätepasswort, die PIN oder einen Fingerabdruck. Das verhindert, dass Fremde am entsperrten Rechner mitlesen.
Wie sehe ich das gespeicherte WLAN-Passwort?
Unter Windows zeigt die Eingabeaufforderung mit dem Befehl netsh wlan show profile die Profile an. Am iPhone reicht der Tipp auf das Info-Symbol neben dem Netzwerk. Alternativ hilft der Router-Aufkleber.
Sind im Browser gespeicherte Passwörter sicher?
Sie sind verschlüsselt und durch das Gerätepasswort geschützt. Ein Passwortmanager mit starkem Master-Passwort und Zwei-Faktor-Anmeldung bietet mehr Kontrolle. Schadsoftware bleibt trotzdem ein Risiko.
Was tun, wenn ein Passwort nirgends gespeichert ist?
Auf der Anmeldeseite den Link „Passwort vergessen“ nutzen. Der Anbieter schickt einen Rücksetzlink an die hinterlegte E-Mail-Adresse oder Handynummer. Ein altes Passwort lässt sich so nicht auslesen.
Kann ich Passwörter exportieren?
Ja. Chrome, Edge, Firefox und der Apple-Schlüsselbund bieten einen Export als CSV-Datei. Diese Datei enthält alle Passwörter im Klartext und gehört nach dem Import sofort gelöscht.
Was ist besser als ein Zettel mit Passwörtern?
Ein Passwortmanager oder ein Passkey. Beides spart das Merken und schützt vor schwachen, mehrfach genutzten Kennwörtern. Ein Zettel im Schrank kann als Notfallkopie dienen, wenn er sicher liegt.
- Apple Schlüsselbund exportieren
- Was ist ein Passkey
- WLAN-QR-Code erstellen
- Firefox bereinigen
- Raspberry Pi Passwort vergessen
Quellen

Susanne erklärt digitale Alltagsdinge geduldig und Schritt für Schritt. Wer bei ihr liest, muss nichts vorher wissen.






