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Stand: September 2026 · Lesezeit: 5 Minuten
VdK stand ursprünglich für „Verband der Kriegsbeschädigten, Kriegshinterbliebenen und Sozialrentner Deutschlands“. Der Verband wurde 1950 gegründet. Heute heißt er offiziell Sozialverband VdK Deutschland. Die drei Buchstaben blieben als Markenname erhalten. Mit rund 2,36 Millionen Mitgliedern ist der VdK der größte Sozialverband Deutschlands.
Das Wichtigste in Kürze
- VdK hieß anfangs Verband der Kriegsbeschädigten, Kriegshinterbliebenen und Sozialrentner Deutschlands.
- Seit 1994 lautet der offizielle Name Sozialverband VdK Deutschland.
- Der Verband hat rund 2,36 Millionen Mitglieder.
- Kernaufgaben sind Sozialrechtsberatung und politische Interessenvertretung.
Was heißt VdK genau?
Die Abkürzung VdK geht auf die Gründung am 28. Januar 1950 in Düsseldorf zurück. Damals schlossen sich Landesverbände zusammen, die sich um Kriegsversehrte, Witwen, Waisen und Rentner kümmerten. Der volle Name lautete Verband der Kriegsbeschädigten, Kriegshinterbliebenen und Sozialrentner Deutschlands. Das V steht für Verband, das d für der und das K für Kriegsbeschädigte.
Mit den Jahren änderte sich die Mitgliedschaft. Immer weniger Menschen hatten einen direkten Bezug zum Krieg. Immer mehr kamen wegen Rente, Behinderung oder Pflege. 1994 gab sich der Verband deshalb den heutigen Namen. Das Kürzel VdK behielt er, weil es bekannt und eingeführt war. Die alte Langform wird offiziell nicht mehr verwendet.
Kurzantwort: VdK stand für Verband der Kriegsbeschädigten, Kriegshinterbliebenen und Sozialrentner Deutschlands. Heute heißt er Sozialverband VdK Deutschland.
Die Geschichte des VdK in Etappen
- 1950: Gründung in Düsseldorf als Verband der Kriegsbeschädigten, Kriegshinterbliebenen und Sozialrentner Deutschlands.
- 1994: Umbenennung in Sozialverband VdK Deutschland.
- 2014: Umzug der Bundesgeschäftsstelle von Bonn nach Berlin.
- 2018: Verena Bentele wird Präsidentin.
- 2025: Der Verband feiert sein 75-jähriges Bestehen.
- 2026: Rund 2,36 Millionen Mitglieder.
Die Entwicklung zeigt den Wandel deutlich. Aus einer Hilfsorganisation für Kriegsopfer wurde ein Verband für alle, die im Sozialsystem Unterstützung brauchen. Heute richtet sich die Arbeit an Rentnerinnen und Rentner, Menschen mit Behinderung, Pflegebedürftige und ihre Angehörigen.
Steckbrief: Sozialverband VdK
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Gründung | 28. Januar 1950 in Düsseldorf |
| Heutiger Name | Sozialverband VdK Deutschland e. V. (seit 1994) |
| Mitglieder | rund 2,36 Millionen (2026) |
| Sitz | Berlin (seit 2014, vorher Bonn) |
| Präsidentin | Verena Bentele (seit 2018) |
| Landesverbände | 13 |
| Mitgliederzeitung | VdK-Zeitung, Auflage über 1,9 Millionen |
Was macht der VdK heute?
Der VdK hat zwei große Aufgaben. Er berät seine Mitglieder im Sozialrecht. Und er macht Politik für soziale Gerechtigkeit. Auf seiner Webseite nennt er dazu mehrere Schwerpunkte:
- Rente: Eine Rente, von der Menschen im Alter gut leben können.
- Gesundheit und Pflege: Bezahlbare Kranken- und Pflegeversicherung.
- Behinderung: Schutz vor Benachteiligung wegen Behinderung oder Krankheit.
- Arbeit: Faire Arbeitsbedingungen.
- Armut: Weniger soziale Ausgrenzung.
Sozialrechtsberatung: der wichtigste Grund für eine Mitgliedschaft
Die meisten Menschen treten dem VdK bei, weil sie Hilfe bei Anträgen oder Bescheiden brauchen. Die Beratung findet in den Kreis- und Bezirksgeschäftsstellen vor Ort statt. Typische Themen sind:
- Anträge auf Erwerbsminderungsrente oder Altersrente
- Einstufung in einen Pflegegrad, etwa für die Hilfe zur Pflege
- Grad der Behinderung und Schwerbehindertenausweis
- Leistungen der Krankenkasse, etwa Hilfsmittel oder Reha
- Grundsicherung und Hilfe zum Lebensunterhalt
Lehnt eine Behörde einen Antrag ab, hilft der VdK beim Widerspruch. Kommt es zum Streit vor Gericht, vertritt er Mitglieder auch vor den Sozialgerichten. Diese Vertretung ist einer der größten Vorteile gegenüber einer reinen Beratungsstelle.
Ein typisches Beispiel: Die Pflegekasse stuft eine Mutter nach einem Schlaganfall niedriger ein als erwartet. Die Familie bringt den Bescheid und das Gutachten zur VdK-Beratung. Dort wird geprüft, ob die Einstufung stimmt. Falls nicht, formuliert der VdK den Widerspruch und begleitet das weitere Verfahren.
Kurzantwort: Der VdK berät Mitglieder zu Rente, Pflege, Behinderung und Krankenversicherung. Er hilft bei Widersprüchen und vertritt sie vor dem Sozialgericht.
So funktioniert eine Mitgliedschaft
- Schritt 1: Den zuständigen Landesverband oder Ortsverband suchen.
- Schritt 2: Online oder in der Geschäftsstelle den Aufnahmeantrag ausfüllen.
- Schritt 3: Den Mitgliedsbeitrag zahlen. Die Höhe legt der jeweilige Landesverband fest.
- Schritt 4: Einen Beratungstermin vereinbaren und alle Bescheide mitbringen.
Beiträge, Leistungen und Ansprechpartner unterscheiden sich je nach Landesverband. Die Geschäftsstelle vor Ort nennt die genauen Regeln. Wer einen Bescheid erhalten hat, sollte schnell handeln. Für einen Widerspruch gilt in der Regel eine Frist von einem Monat.
Wie finanziert sich der VdK?
Der Verband finanziert sich über die Beiträge seiner Mitglieder. Er ist nach eigenen Angaben parteipolitisch und konfessionell neutral. Das soll ihn unabhängig machen. Er nimmt Stellung zu Gesetzentwürfen, spricht mit Abgeordneten und startet öffentliche Kampagnen. Seine Arbeit ähnelt damit der einer Nichtregierungsorganisation. Zudem ist der VdK Mitglied in mehreren europäischen Netzwerken für die Rechte von Menschen mit Behinderung.
VdK und SoVD: zwei große Sozialverbände
Neben dem VdK gibt es den Sozialverband Deutschland, kurz SoVD. Beide Verbände beraten im Sozialrecht und vertreten ähnliche Anliegen. Der VdK ist der größere von beiden. Welcher Verband besser passt, hängt oft von der Geschäftsstelle vor Ort ab. Beide Verbände verlangen einen Mitgliedsbeitrag.
Fazit
VdK steht historisch für Verband der Kriegsbeschädigten, Kriegshinterbliebenen und Sozialrentner Deutschlands. Seit 1994 heißt der Verband Sozialverband VdK Deutschland. Mit rund 2,36 Millionen Mitgliedern ist er der größte Sozialverband im Land. Er hilft bei Rente, Pflege und Behinderung und vertritt seine Mitglieder bis vor das Sozialgericht.
FAQ – Häufige Fragen
Was heißt VdK ausgeschrieben?
Ursprünglich Verband der Kriegsbeschädigten, Kriegshinterbliebenen und Sozialrentner Deutschlands.
Wie heißt der VdK heute offiziell?
Sozialverband VdK Deutschland e. V.
Wann wurde der VdK gegründet?
Am 28. Januar 1950 in Düsseldorf.
Wie viele Mitglieder hat der VdK?
Rund 2,36 Millionen, Stand 2026.
Wer ist Präsidentin des VdK?
Verena Bentele, seit 2018.
Wo hat der VdK seinen Sitz?
In Berlin, seit 2014. Davor saß der Bundesverband in Bonn.
Wobei hilft der VdK?
Bei Rente, Pflege, Behinderung, Krankenversicherung und Grundsicherung.
Vertritt der VdK auch vor Gericht?
Ja, Mitglieder werden auch vor den Sozialgerichten vertreten.
Ist der VdK parteipolitisch gebunden?
Nein, er ist parteipolitisch und konfessionell neutral.
Wie viele Landesverbände hat der VdK?
Der VdK besteht aus 13 Landesverbänden.
Quellen

Nico probiert Apps und Geräte aus, bevor er sie empfiehlt, und schreibt über Tastenkürzel, Einstellungen und Abkürzungen im Alltag.
