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Kurzantwort: Deine IP-Adresse ist die Nummer, unter der dein Gerät in einem Netzwerk erreichbar ist. Es gibt zwei davon: eine private Adresse im Heimnetz, die dein Router vergibt, und eine öffentliche Adresse, die dein Internetanbieter deinem Anschluss zuweist. Die private siehst du in den Netzwerkeinstellungen deines Geräts, die öffentliche in der Übersicht deines Routers oder auf einer Webseite, die sie dir anzeigt. Bei den meisten Anschlüssen wechselt die öffentliche Adresse von Zeit zu Zeit.
Die Frage „Was ist meine IP?“ taucht meist dann auf, wenn etwas nicht funktioniert. Ein Drucker findet den Rechner nicht, ein Spiel braucht eine Portfreigabe, der Support fragt nach der Adresse. Dann stellst du fest, dass du gar nicht weißt, wo diese Nummer steht.
Dazu kommt Verwirrung, weil zwei verschiedene Adressen im Spiel sind. Die eine gilt nur in deinen vier Wänden. Die andere sieht jeder Server, mit dem du dich verbindest. Beide sehen ähnlich aus und heißen gleich.
Hier liest du, was eine IP-Adresse ist, welche zwei Adressen du hast, wie du beide in wenigen Schritten findest und was andere daraus ablesen können.
Was eine IP-Adresse ist
Wikipedia definiert sie so: Eine „IP-Adresse ist eine Adresse in Computernetzen, die – wie das Internet – auf dem Internetprotokoll (IP) basieren.“ Sie funktioniert wie eine Postanschrift. Jedes Datenpaket trägt die Adresse des Absenders und die des Empfängers. Router lesen diese Adressen und leiten das Paket weiter, bis es ankommt.
Es gibt zwei Versionen. IPv4-Adressen bestehen aus 32 Bit und werden als vier Zahlenblöcke geschrieben, zum Beispiel 192.0.2.42. Das ergibt laut Wikipedia 4.294.967.296 mögliche Adressen. Diese Menge reicht für die Welt längst nicht mehr aus. Deshalb gibt es IPv6 mit 128 Bit. Eine IPv6-Adresse sieht so aus: 2001:db8::1. Sie bietet etwa 3,4 mal 10 hoch 38 Adressen, also mehr, als jemals gebraucht werden.
Zwei Adressen: privat und öffentlich
In deinem Heimnetz vergibt der Router jedem Gerät eine private Adresse. Dafür sind drei Bereiche reserviert: 10.0.0.0/8, 172.16.0.0/12 und 192.168.0.0/16. Diese Adressen werden laut Wikipedia „von der IANA nicht weiter vergeben und im Internet nicht geroutet.“ Millionen Haushalte nutzen also parallel die Adresse 192.168.178.20, ohne sich in die Quere zu kommen.
Nach außen tritt dein gesamter Haushalt mit einer einzigen öffentlichen Adresse auf. Die vergibt dein Internetanbieter an den Router. Der Router übersetzt dann zwischen innen und außen. Das Verfahren heißt Network Address Translation, kurz NAT. Ein Router übersetzt „LAN-interne Adressen in öffentliche, im Internet gültige IPv4-Adressen“, so beschreibt es Wikipedia.
Wenn dich jemand nach „deiner IP“ fragt, musst du also zurückfragen: die im Heimnetz oder die im Internet?
So findest du deine IP-Adresse
Die private Adresse im Heimnetz
Unter Windows führt dich Microsoft in seiner Anleitung über diese Schritte:
- Öffne Start, dann Einstellungen, dann Netzwerk & Internet.
- Wähle WLAN und dann das Netzwerk, mit dem du verbunden bist. Bei Kabel wählst du Ethernet.
- Scrolle zu den Eigenschaften. Die Adresse steht neben „IPv4-Adresse“.
Schneller geht es über die Eingabeaufforderung mit dem Befehl ipconfig. Auf dem Smartphone findest du die Adresse in den Details des verbundenen WLANs. Auf dem Router siehst du zusätzlich eine Liste aller Geräte mit ihren Adressen.
Die öffentliche Adresse im Internet
- Melde dich an der Oberfläche deines Routers an. Die öffentliche Adresse steht auf der Übersichtsseite oder im Internet-Bereich.
- Alternativ rufst du eine Webseite auf, die deine Adresse anzeigt. Jeder Server sieht die Absenderadresse deiner Anfrage und kann sie dir zurückspiegeln.
- Prüfe, ob eine IPv4- oder eine IPv6-Adresse angezeigt wird. Viele Anschlüsse haben heute beides.
Nutzt du ein VPN, siehst du an dieser Stelle die Adresse des VPN-Servers. Genau das ist der Zweck eines VPN.
Wer die Adressen vergibt
Die Vergabe läuft in Stufen. Die IANA verteilt große Blöcke an regionale Registrierungsstellen. Für Europa ist das die RIPE NCC. Die gibt Blöcke an Internetanbieter weiter, und die Anbieter weisen einzelnen Anschlüssen Adressen zu.
Dabei gibt es zwei Verfahren. Bei einer statischen Adresse bleibt die Nummer dauerhaft gleich. Bei einer dynamischen Adresse wird sie laut Wikipedia „bei jeder neuen Verbindung neu zugewiesen“. Privatanschlüsse bekommen fast immer dynamische Adressen. Nach einer Trennung der Verbindung, etwa einem Neustart des Routers, kann die Adresse anders lauten. Wer einen Server zu Hause dauerhaft erreichbar machen will, braucht deshalb entweder eine feste Adresse oder einen Dienst, der die wechselnde Adresse mit einem festen Namen verknüpft.
Was andere aus deiner IP lesen können
Aus der öffentlichen Adresse lässt sich ablesen, welcher Anbieter sie vergeben hat und in welcher Region der Anschluss ungefähr liegt. Eine Hausnummer steckt nicht darin. Genau zuordnen kann die Adresse nur der Anbieter selbst, und der darf das nur auf gesetzlicher Grundlage herausgeben.
Trotzdem gilt die IP-Adresse als personenbezogenes Datum. Wikipedia führt sie in der Liste der Angaben, die sich mittelbar einer Person zuordnen lassen. Webseiten dürfen sie deshalb nicht beliebig speichern. Für dich heißt das: Deine Adresse ist keine geheime Information, aber auch kein Freibrief für andere.
IPv4 und IPv6 im Vergleich
| Merkmal | IPv4 | IPv6 |
|---|---|---|
| Länge | 32 Bit | 128 Bit |
| Schreibweise | vier Dezimalzahlen, z. B. 192.0.2.42 | acht Hexadezimalblöcke, z. B. 2001:db8::1 |
| Anzahl Adressen | rund 4,3 Milliarden | rund 3,4 × 10³⁸ |
| Private Bereiche | 10.x, 172.16–31.x, 192.168.x | fd00::/8 für lokale Netze |
| NAT nötig | ja, im Heimnetz üblich | in der Regel nicht, jedes Gerät hat eine eigene Adresse |
Häufige Fragen
Warum zeigt mein PC eine andere IP als die Webseite?
Der PC zeigt die private Adresse aus dem Heimnetz, die Webseite die öffentliche Adresse des Routers. Beide sind richtig.
Ändert sich meine IP-Adresse?
Bei einer dynamischen Adresse ja, meist nach einer Neuverbindung des Routers. Feste Adressen gibt es bei vielen Anbietern nur gegen Aufpreis oder in Geschäftstarifen.
Kann jemand über meine IP meine Adresse herausfinden?
Nur dein Anbieter kann die Adresse einem Anschluss zuordnen. Außenstehende sehen Anbieter und ungefähre Region.
Was ist die IP 192.168.178.1?
Eine private Adresse aus dem Bereich 192.168.0.0/16. Viele Router nutzen sie als eigene Adresse im Heimnetz.
Wie finde ich die IP-Adresse eines anderen Geräts im Heimnetz?
Im Router-Menü steht eine Liste aller verbundenen Geräte mit ihren Adressen.
Brauche ich IPv6?
Dein Anschluss bekommt es in der Regel automatisch. Du musst nichts einstellen.
Quellen
- Wikipedia – IP-Adresse
- Wikipedia – Dynamische IP-Adresse
- Microsoft Support – Ermitteln der IP-Adresse in Windows
- Wikipedia – Personenbezogene Daten
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