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Stand: September 2026 · Lesezeit: 5 Minuten
Den Ausruf „67“ hat der US-Rapper Skrilla aus Philadelphia in die Welt gebracht. In seinem Song „Doot Doot (6 7)“ ruft er die Zahlenfolge „six seven“. Berühmt wurde sie ab Anfang 2025 durch TikTok-Videos über den Basketballprofi LaMelo Ball, der 6 Fuß 7 Zoll groß ist. Eine feste Bedeutung hat „67“ bis heute nicht.
Das Wichtigste in Kürze
- Ursprung: der Song „Doot Doot (6 7)“ von Skrilla, erstmals im Dezember 2024 veröffentlicht.
- Verbreitung: Basketball-Clips mit LaMelo Ball auf TikTok und Instagram.
- Dictionary.com kürte „67“ zum Wort des Jahres 2025.
- Die Zahlenfolge hat keine feste Bedeutung.
Wer hat 67 erfunden? Der Ursprung bei Skrilla
Am Anfang steht ein Drill-Rap-Song. Der Rapper Skrilla veröffentlichte „Doot Doot (6 7)“ zuerst im Dezember 2024. Die offizielle Veröffentlichung folgte am 7. Februar 2025. Im Song ruft er mehrfach „six seven“.
Was die Zahl bedeutet, hat Skrilla selbst offengelassen. Er erklärte, er habe ihr nie einen echten Sinn gegeben und wolle das auch nicht. Fans stellten eigene Theorien auf. Manche vermuten die 67th Street in Philadelphia, andere eine Straße gleichen Namens in Chicago. Wieder andere sehen einen Bezug zum Polizeicode 10-67. Belegt ist keine dieser Deutungen.
Kurzantwort: „67“ stammt aus dem Song „Doot Doot (6 7)“ des Rappers Skrilla. Zum Trend machten es Nutzer auf TikTok, die den Ausruf unter Basketball-Clips legten.
Wie aus einem Songtext ein Trend wurde
Der Song allein hätte kaum gereicht. Den Durchbruch brachten kurze Videos, sogenannte Edits. Im Januar 2025 schnitten TikTok-Nutzer Highlights des NBA-Spielers LaMelo Ball zusammen. Ball ist 6 Fuß 7 Zoll groß, das sind rund 2,01 Meter. Vor jeden Clip legten die Macher jemanden, der „six seven“ sagt. Die Verbindung von Körpergröße und Songzeile machte die Zahl zum Running Gag.
| Zeitpunkt | Ereignis |
|---|---|
| Dezember 2024 | Skrilla veröffentlicht „Doot Doot (6 7)“ zuerst |
| Januar 2025 | Edits mit LaMelo Ball verbreiten den Ausruf auf TikTok und Reels |
| Februar 2025 | offizielle Veröffentlichung des Songs |
| März 2025 | Ein Junge ruft bei einem Jugend-Basketballspiel „67“ und wird als „67 Kid“ bekannt |
| Oktober 2025 | Dictionary.com wählt „67“ zum Wort des Jahres |
| November 2025 | Der Tagesspiegel berichtet über den Trend in Deutschland |
Auch der junge Basketballer Taylen Kinney trug zur Verbreitung bei. Durch Videos der Liga Overtime Elite bekam er den Spitznamen „Mr. 6-7“. Der Auftritt des „67 Kid“ im März 2025 gilt vielen als Wendepunkt. Von da an riefen Kinder und Jugendliche die Zahl überall, wo eine Sechs oder Sieben auftauchte. Solche Clips sind typischer User Generated Content.
Was bedeutet 67?
Die ehrliche Antwort lautet: nichts Bestimmtes. Dictionary.com beschreibt „67“ als Ausruf voller Energie, der Menschen verbindet, lange bevor sich jemand auf eine Bedeutung einigt. Laut Tagesspiegel wird der Ausdruck auf drei Arten genutzt:
- als Füllwort ohne Inhalt
- als Jubelruf, sobald die Zahlen 6 und 7 auftauchen, etwa bei Seite 67 im Schulbuch
- als Zeichen für „so mittel“, wenn jemand unentschlossen ist
Oft gehört eine Geste dazu. Die Hände liegen mit den Handflächen nach oben und bewegen sich abwechselnd auf und ab, wie eine Waage. Wer die Zahl hört, antwortet häufig selbst mit „67“. Ähnlich wie bei coolen Zahlen entsteht der Witz aus dem Wiedererkennen.
Kurzantwort: „67“ hat keine feste Bedeutung. Es dient als Insider-Ruf, als Füllwort oder als Geste für „so lala“.
67 in Deutschland und in der Schule
Aus den USA sprang der Trend schnell nach Europa. Im November 2025 berichtete der Tagesspiegel über „6-7“ als Internettrend. Lehrkräfte in den USA zeigen auf TikTok, wie die Zahl den Unterricht stört. Sobald im Mathebuch eine 67 steht, ruft die halbe Klasse. Einige Schulen verboten den Ausruf sogar.
Jugendwort des Jahres wurde „67“ in Deutschland nicht. 2025 gewann „das crazy“. Der Verlag Pons Langenscheidt rechnete bei „6-7“ mit einem kurzen Leben. Reine Spaß-Memes ohne klare Bedeutung verlieren nach seiner Einschätzung schnell ihren Reiz. Wie lange sich die Zahl hält, bleibt offen.
Wie Eltern und Lehrkräfte reagieren können
- Gelassen bleiben: Der Ausruf ist harmlos und hat keine versteckte Bedeutung.
- Nachfragen statt verbieten: Kinder erklären den Witz oft gern selbst.
- Klare Regeln im Unterricht: ein kurzer Moment für den Gag, dann weiter.
- Mitspielen: Ein gelegentliches „67“ von Erwachsenen nimmt dem Trend schnell den Reiz.
Jugendsprache lebt davon, sich von Erwachsenen abzugrenzen. Begriffe wie Nerd haben früher ähnliche Wege genommen, bevor sie im Alltag ankamen.
Fazit
Erfunden hat „67“ der Rapper Skrilla mit seinem Song „Doot Doot (6 7)“. Groß gemacht haben es TikTok-Edits über LaMelo Ball, das „67 Kid“ und Millionen Schüler. Eine feste Bedeutung gibt es nicht. Die Offenheit gehört zum Witz. 2025 wurde die Zahl sogar zum Wort des Jahres von Dictionary.com.
FAQ – Häufige Fragen
Wer hat 67 erfunden?
Der Rapper Skrilla aus Philadelphia mit seinem Song „Doot Doot (6 7)“.
Was bedeutet 67 bei Jugendlichen?
Nichts Festes. Die Zahl dient als Insider-Ruf, Füllwort oder als Zeichen für „so mittel“.
Warum sagen alle six seven?
Weil der Ausruf durch TikTok-Videos viral ging und das gemeinsame Rufen verbindet.
Was hat LaMelo Ball mit 67 zu tun?
Er ist 6 Fuß 7 Zoll groß. Videos über ihn machten die Songzeile bekannt.
Wer ist das 67 Kid?
Ein Junge, der im März 2025 bei einem Jugend-Basketballspiel „67“ rief und damit viral ging.
Was bedeutet die Handbewegung zu 67?
Die Hände bewegen sich abwechselnd auf und ab wie eine Waage. Das unterstreicht das Unentschlossene.
Wann kam der Song Doot Doot heraus?
Zuerst im Dezember 2024, offiziell am 7. Februar 2025.
Ist 67 das Jugendwort 2025?
Nein. Jugendwort des Jahres 2025 wurde „das crazy“.
Welche Auszeichnung hat 67 bekommen?
Dictionary.com wählte „67“ zum Wort des Jahres 2025.
Hat 67 eine schlimme Bedeutung?
Nein. Der Ausruf ist harmlos und hat keine versteckte Botschaft.
Quellen
- Tagesspiegel: Jugendwort-Verlag, „6-7“ wohl nur ein kurzfristiger Trend
- Wikipedia: 6-7 meme
- Wikipedia: Youth word of the year (Germany)

Susanne erklärt digitale Alltagsdinge geduldig und Schritt für Schritt. Wer bei ihr liest, muss nichts vorher wissen.
