Okay Bedeutung: Herkunft und Gebrauch von OK

Veröffentlicht am 26.09.2026 · Lesezeit 4 Min.

Stand: September 2026 · Lesezeit: 5 Minuten

„Okay“ bedeutet „in Ordnung“, „gut“ oder „einverstanden“. Das Wort stammt aus dem amerikanischen Englisch. Die heute anerkannte Erklärung führt es auf „oll korrect“ zurück, eine scherzhafte Falschschreibung von „all correct“, die 1839 erstmals in einer Bostoner Zeitung stand. Im Deutschen ist „okay“ umgangssprachlich und seit 1954 im Rechtschreibduden verzeichnet.

Das Wichtigste in Kürze

  • Okay heißt: in Ordnung, gut, einverstanden.
  • Erster Beleg: Boston Morning Post, 23. März 1839.
  • Vermutliche Herkunft: „oll korrect“ für „all correct“.
  • Schreibweisen: okay, o. k., O. K., ok, OK.

Was bedeutet okay?

Der Duden nennt zwei Bedeutungen. Die erste lautet „in Ordnung, gut“, etwa in „Es ist alles okay“. Die zweite heißt „geprüft und daher bestätigt“. Ein Beispiel dafür ist „Ihr Flug nach Kairo ist okay“. Diese Verwendung stammt aus der Fachsprache der Luftfahrt.

Das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache (DWDS) unterscheidet feiner. Es nennt drei Gebrauchsweisen:

Wortart Bedeutung Beispiel
Adjektiv annehmbar, vertretbar, auch gesund Der Film war okay. Nach der Grippe ist sie wieder okay.
Adverb Zustimmung, Überleitung oder Einräumung Okay, machen wir so. Okay, dann zum nächsten Punkt.
Substantiv Einverständnis, Zustimmung Der Chef hat sein Okay gegeben.

Kurzantwort: Okay bedeutet „in Ordnung“ oder „einverstanden“. Als Substantiv steht „das Okay“ für eine Zustimmung.

Herkunft: die „oll korrect“-Theorie

Über die Herkunft von „okay“ wurde lange gestritten. Die heute anerkannte Erklärung stammt vom amerikanischen Sprachforscher Allen Walker Read. Er veröffentlichte seine Ergebnisse 1963 und 1964. Read fand den frühesten Beleg in der Boston Morning Post vom 23. März 1839. Dort stand „o.k.“ als Abkürzung für „oll korrect“.

Hinter der Schreibweise steckte ein Witz. In den 1830er-Jahren war es in amerikanischen Zeitungen Mode, Abkürzungen für absichtlich falsch geschriebene Wendungen zu bilden. Laut Wikipedia gab es etwa „K.Y.“ für „know yuse“, gemeint war „no use“. Die meisten dieser Kürzel verschwanden schnell wieder. „O.K.“ blieb.

Einen Schub bekam das Wort im US-Wahlkampf 1840. Präsident Martin Van Buren stammte aus Kinderhook im Staat New York und trug den Spitznamen „Old Kinderhook“. Seine Anhänger gründeten „O.K. Clubs“. So verbreitete sich die Abkürzung im ganzen Land.

Andere Erklärungen und warum sie nicht überzeugen

Rund um „okay“ kursieren viele Legenden. Wikipedia listet zahlreiche Theorien auf, die Fachleute heute für unwahrscheinlich halten:

  • Choctaw: Ein Wort „okeh“ aus der Sprache der Choctaw soll die Quelle sein.
  • Wolof: Ein westafrikanisches Wort mit der Bedeutung „in Ordnung“ soll mit versklavten Menschen nach Amerika gekommen sein.
  • Militär: „0 killed“, also null Tote, soll in Frontberichten gestanden haben.
  • Buchdruck: Deutsche Drucker sollen „ohne Korrektur“ abgekürzt haben.
  • Qualitätskontrolle: Ein Prüfer namens Otto Krüger soll geprüfte Ware mit seinen Initialen markiert haben.

Für keine dieser Geschichten gibt es Belege, die älter sind als der Zeitungseintrag von 1839. Der Duden bezeichnet die Herkunft vorsichtig als ungeklärt. Das DWDS folgt der „oll korrect“-Erklärung.

Schreibweisen: okay, o. k. oder OK?

Im Deutschen sind mehrere Schreibweisen korrekt. Der Duden führt „okay“ als Hauptform. Daneben gelten „o. k.“ und „O. K.“ mit Punkten und Leerzeichen. Das DWDS verzeichnet außerdem „ok“, „OK“ und „Ok“.

Schreibweise Typischer Einsatz
okay Fließtext, Standard
o. k. / O. K. klassische Abkürzung mit Punkten
OK Schaltflächen am Computer, Chats
ok Messenger, informelle Nachrichten

Ausgesprochen wird das Wort im Deutschen meist [oˈkeː], also „o-keh“. Wer lieber ein Symbol nutzt: Seit 2010 gibt es das Handzeichen 👌 als Unicode-Emoji. Weitere Symbole erklärt der Beitrag Herz-Emoji: Bedeutung.

Okay im Alltag: Beispiele

  • Zustimmung: „Treffen wir uns um acht?“ – „Okay.“
  • Bewertung: Das Essen war okay, aber nicht besonders.
  • Befinden: Nach dem Sturz ist er wieder okay.
  • Erlaubnis: Für den Umbau fehlt noch das Okay vom Vermieter.
  • Überleitung: Okay, dann kommen wir zum nächsten Punkt.

Auffällig ist der Unterschied zwischen „gut“ und „okay“. „Okay“ klingt oft zurückhaltender. Ein Film, der „okay“ war, hat meist nicht begeistert. Auch der Tonfall zählt: Ein knappes „Okay.“ in einer Nachricht kann kühl oder verärgert wirken.

Kurzantwort: „Okay“ drückt oft mäßige Zufriedenheit aus. „Gut“ oder „super“ wirken deutlich positiver.

Steigerung: okayer und am okaysten?

Lange galt „okay“ als unveränderlich. Das DWDS beobachtet inzwischen, dass Formen wie „okayer“ oder „am okaysten“ vorkommen. Es kennzeichnet sie aber als ungewöhnlich. In Texten, die korrekt wirken sollen, sind Umschreibungen besser, etwa „annehmbarer“ oder „am ehesten in Ordnung“. Andere Kurzformen aus der Alltagssprache erklärt der Beitrag GSD: Abkürzung.

Synonyme für okay

Der Duden nennt als Synonyme „abgemacht“ und „einverstanden“. Je nach Situation passen weitere Wörter:

  • Zustimmung: einverstanden, abgemacht, geht klar, in Ordnung
  • Bewertung: annehmbar, passabel, ganz gut, vertretbar
  • Befinden: wohlauf, gesund, wieder fit
  • Erlaubnis: Zustimmung, Einverständnis, grünes Licht

In förmlichen Briefen und Bewerbungen wirkt „einverstanden“ oder „in Ordnung“ passender als „okay“.

Fazit

„Okay“ heißt in Ordnung, gut oder einverstanden. Als Substantiv steht „das Okay“ für eine Zustimmung. Das Wort stammt aus dem amerikanischen Englisch. Der früheste Beleg ist eine Zeitungsnotiz von 1839, in der „o.k.“ scherzhaft für „oll korrect“ stand. Der Wahlkampf von Martin Van Buren 1840 machte es bekannt. Heute gehört „okay“ zu den bekanntesten Wörtern der Welt. Im Deutschen gilt es als umgangssprachlich und darf okay, o. k. oder O. K. geschrieben werden.

FAQ – Häufige Fragen

Was heißt okay auf Deutsch?

In Ordnung, gut oder einverstanden.

Wofür steht die Abkürzung OK?

Nach heutigem Stand für „oll korrect“, eine scherzhafte Schreibung von „all correct“.

Wann wurde okay zum ersten Mal verwendet?

Der früheste Beleg stammt aus der Boston Morning Post vom 23. März 1839.

Wer hat die Herkunft von okay erforscht?

Der amerikanische Sprachforscher Allen Walker Read in den Jahren 1963 und 1964.

Was hat Martin Van Buren mit okay zu tun?

Sein Spitzname „Old Kinderhook“ half 1840, die Abkürzung bekannt zu machen.

Wie schreibt man okay richtig?

Okay, o. k. oder O. K. sind laut Duden korrekt.

Seit wann steht okay im Duden?

Seit 1954 im Rechtschreibduden.

Ist okay Umgangssprache?

Ja. Der Duden ordnet das Wort als umgangssprachlich ein.

Was bedeutet „sein Okay geben“?

Zustimmen oder etwas erlauben.

Stimmt es, dass OK „0 killed“ bedeutet?

Nein. Für diese Erklärung gibt es keinen Beleg.

Mehr zum Thema

Quellen

Nach oben scrollen