Abkürzung USB: Bedeutung von Universal Serial Bus

Veröffentlicht am 26.09.2026 · Lesezeit 4 Min.

Stand: September 2026 · Lesezeit: 5 Minuten

Die Abkürzung USB steht für „Universal Serial Bus“. Gemeint ist ein Standard, über den Computer und Zusatzgeräte Daten seriell austauschen. Über dieselbe Buchse fließt meist auch Strom. Der erste USB-Standard erschien 1996. Heute steckt USB in fast jedem Laptop, Smartphone und Fernseher.

Das Wichtigste in Kürze

  • USB bedeutet Universal Serial Bus.
  • USB 1.0 kam 1996 mit 12 Mbit/s auf den Markt.
  • USB4 Version 2.0 schafft bis zu 80 Gbit/s.
  • USB-C ist der heutige Standardstecker.

Was bedeutet die Abkürzung USB?

Die drei Buchstaben lassen sich Wort für Wort übersetzen. „Universal“ heißt allgemein nutzbar. Ein Anschluss soll viele Geräte bedienen, von der Maus bis zur Festplatte. „Serial“ beschreibt die Art der Übertragung. Die Bits laufen nacheinander über eine Leitung, nicht parallel über viele Adern. „Bus“ ist ein Fachwort aus der Informatik. Es bezeichnet ein gemeinsames Leitungssystem, an dem mehrere Geräte hängen können.

Der Duden führt USB als Maskulinum. Korrekt heißt es also „der USB“. Im Alltag sagen die meisten Menschen trotzdem einfach „USB-Anschluss“, „USB-Port“ oder „USB-Stick“. Solche Zusammensetzungen schreibt man immer mit Bindestrich.

Kurzantwort: USB ist die Abkürzung für Universal Serial Bus. Das ist ein Standard für die serielle Verbindung zwischen Computer und Zusatzgeräten.

Woher kommt USB?

Vor USB hatten Computer einen ganzen Wald an Anschlüssen. Drucker hingen am Parallelport, Modems am seriellen Port. Maus und Tastatur hatten eigene Buchsen. Jedes Gerät brauchte eigene Treiber und oft einen Neustart.

Ein Bündnis großer Firmen wollte das ändern. Dazu gehörten Compaq, DEC, IBM, Intel, Microsoft, NEC und Nortel. Sie entwickelten einen gemeinsamen Anschluss für alles. 1995 gründeten sie das USB Implementers Forum, kurz USB-IF. Diese Organisation pflegt den Standard bis heute. Ein Jahr später erschien die erste Version.

USB-Versionen und ihre Geschwindigkeit

USB wurde seit 1996 mehrfach erweitert. Jede Version brachte mehr Tempo. Die Namen sind leider oft verwirrend, weil ältere Versionen später umbenannt wurden. Die folgende Tabelle zeigt die wichtigsten Stufen.

Version Jahr Maximale Datenrate
USB 1.0 / 1.1 1996 / 1998 12 Mbit/s
USB 2.0 2000 480 Mbit/s
USB 3.0 2008 5 Gbit/s
USB 3.1 2013 10 Gbit/s
USB 3.2 2017 20 Gbit/s
USB4 2019 40 Gbit/s
USB4 Version 2.0 2022 80 Gbit/s

Ein Beispiel macht den Sprung greifbar. Eine Datei mit 1 Gigabyte braucht bei USB 2.0 rechnerisch etwa 17 Sekunden. Bei USB4 mit 40 Gbit/s sind es theoretisch 0,2 Sekunden. In der Praxis bremsen Stick, Festplatte oder Kabel oft stärker als der Anschluss selbst.

USB-Steckertypen im Überblick

Die Version sagt etwas über das Tempo. Der Steckertyp beschreibt die Form. Beides wird oft verwechselt. Ein USB-C-Kabel kann zum Beispiel nur USB-2.0-Tempo liefern.

  • USB-A: der flache, rechteckige Klassiker an PCs und Ladegeräten.
  • USB-B: fast quadratisch, typisch für Drucker und Scanner.
  • Mini-USB: kleiner Stecker älterer Kameras und MP3-Player.
  • Micro-USB: jahrelang der Standard an Android-Handys.
  • USB-C: klein, symmetrisch und in beide Richtungen steckbar.

Mit USB4 wurde USB-C 2019 zur Pflicht. Ältere Stecker verschwinden deshalb nach und nach. Wer einen wackeligen Anschluss am Handy hat, findet Tipps im Beitrag iPhone-Ladebuchse mit Wackelkontakt.

Strom über USB

Anfangs lieferte USB nur wenig Strom. Das reichte für Maus und Tastatur. Mit USB 3.0 und 3.1 stieg die mögliche Leistung auf bis zu 100 Watt. Der Standard USB Power Delivery erlaubt inzwischen bis zu 240 Watt. Damit laden viele Laptops, Monitore und sogar kleine Elektrogeräte über ein einziges Kabel.

Wichtig ist das Zusammenspiel. Netzteil, Kabel und Gerät müssen die hohe Leistung unterstützen. Sonst einigen sie sich automatisch auf einen niedrigeren Wert.

Kurzantwort: Über USB Power Delivery fließen heute bis zu 240 Watt. Netzteil, Kabel und Gerät müssen diese Leistung aber alle unterstützen.

USB im Alltag richtig nutzen

Drei Punkte helfen beim Kauf und bei der Nutzung. Erstens lohnt ein Blick auf die Version. Für schnelle externe SSDs sollte es mindestens USB 3.2 sein. Zweitens zählt das Kabel. Billige Kabel bremsen oft auf USB-2.0-Tempo. Drittens hilft die Farbe bei älteren Geräten. Blaue USB-A-Buchsen stehen meist für USB 3.0.

Auch andere Kabel folgen eigenen Standards. Für Bildschirme gibt es etwa HDMI, mehr dazu unter HDMI-Kabel für 144 Hz. Für Netzwerke gibt es LAN-Kabel in mehreren Kategorien.

Begriffe rund um USB

Rund um die Abkürzung USB hat sich ein eigener Wortschatz gebildet. Ein USB-Stick ist ein kleiner Speicher mit Flash-Chips und eingebautem Stecker. Ein USB-Hub verteilt einen Anschluss auf mehrere Buchsen. Ein aktiver Hub hat ein eigenes Netzteil und versorgt auch stromhungrige Geräte. Ein passiver Hub teilt nur den Strom der Buchse am Rechner.

Häufig taucht auch der Begriff „USB-OTG“ auf. OTG steht für „On-The-Go“. Damit kann ein Smartphone selbst als Gastgeber arbeiten. Es liest dann zum Beispiel einen USB-Stick oder steuert eine Tastatur. „Thunderbolt“ ist dagegen ein eigener Standard von Intel. Er nutzt ebenfalls den USB-C-Stecker und ist mit USB4 eng verwandt.

Fazit

Die Abkürzung USB steht für Universal Serial Bus. Der Standard ersetzte ab 1996 viele alte Anschlüsse durch einen einzigen. Seitdem stieg die Datenrate von 12 Mbit/s auf bis zu 80 Gbit/s. USB-C ist heute der Standardstecker. Er überträgt Daten, Bild und bis zu 240 Watt Strom.

FAQ – Häufige Fragen

Wofür steht die Abkürzung USB?

Für Universal Serial Bus.

Heißt es der oder das USB?

Der Duden führt USB als Maskulinum, also „der USB“.

Wann kam USB auf den Markt?

Die erste Version USB 1.0 erschien 1996.

Was bedeutet „seriell“ bei USB?

Die Daten laufen Bit für Bit nacheinander über eine Leitung.

Wie schnell ist USB 2.0?

Bis zu 480 Mbit/s.

Wie schnell ist USB4?

Bis zu 40 Gbit/s, in Version 2.0 bis zu 80 Gbit/s.

Ist USB-C dasselbe wie USB 3?

Nein. USB-C ist eine Steckerform, USB 3 eine Version mit bestimmtem Tempo.

Wie viel Strom liefert USB?

Mit USB Power Delivery bis zu 240 Watt.

Wer entwickelt den USB-Standard?

Das USB Implementers Forum, kurz USB-IF.

Warum ist mein USB-Gerät langsam?

Oft bremst ein altes Kabel, eine alte Buchse oder das Gerät selbst.

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Quellen

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