Wie unterdrücke ich meine Handynummer: Das Wichtigste im Überblick

Veröffentlicht am 27.09.2026 · Lesezeit 5 Min.

Stand: September 2026 · Lesezeit: 5 Minuten

Die eigene Handynummer lässt sich auf zwei Arten unterdrücken. Für einen einzelnen Anruf reicht der Code #31# direkt vor der Zielnummer. Für alle Anrufe gibt es eine dauerhafte Einstellung im Smartphone, die je nach Betriebssystem an einer etwas anderen Stelle liegt.

Das Wichtigste in Kürze

  • #31# vor der Nummer unterdrückt einen einzelnen Anruf.
  • Dauerhaft geht es über die Telefon-Einstellungen des Smartphones.
  • iPhones leiten unterdrückte Anrufer seit iOS 13 oft direkt zur Mailbox.
  • Werbeanrufe mit unterdrückter Nummer sind für Unternehmen verboten.

Wie unterdrücke ich meine Handynummer für einen einzelnen Anruf?

Der schnellste Weg funktioniert auf praktisch jedem Smartphone gleich, unabhängig vom Hersteller. Der Code #31# stammt aus dem GSM-Mobilfunkstandard und wird direkt vor der Zielnummer eingetippt. Ein Beispiel: Aus 0301234567 wird #31#0301234567. Nach dem Wählen sieht der Angerufene weder Name noch Nummer, nur einen Hinweis wie „Unbekannt“.

Kurzantwort: #31# direkt vor die Zielnummer eintippen und wie gewohnt anrufen. Das unterdrückt die eigene Nummer für genau diesen einen Anruf.

Dauerhaft unterdrücken auf dem iPhone

Wer grundsätzlich anonym telefonieren möchte, ändert die Einstellung systemweit. Auf dem iPhone führt der Weg über Einstellungen, dann Telefon, dann „Meine Anrufer-ID senden“. Ein Tippen auf den Regler schaltet die Funktion aus, erkennbar an der grauen statt grünen Farbe. Ab diesem Zeitpunkt übermittelt das iPhone bei keinem ausgehenden Anruf mehr eine Nummer.

Dauerhaft unterdrücken auf Android und Samsung Galaxy

Bei Android-Geräten liegt die Einstellung meist unter einem anderen Namen, das Prinzip bleibt aber gleich. Bei einem Samsung Galaxy etwa führt der Weg über die Telefon-App, die drei Punkte für weitere Optionen, dann Einstellungen und Zusatzdienste. Dort findet sich der Punkt „Ihre Anrufer-ID anzeigen“ mit drei Auswahlmöglichkeiten.

Option Wirkung
Netzstandard Der Mobilfunkanbieter entscheidet über die Anzeige
Nie Die Nummer wird nie übertragen
Immer Die Nummer wird immer angezeigt

Bei anderen Android-Herstellern liegt der Menüpunkt oft unter Bezeichnungen wie „Eigene Nummer anzeigen“ oder „Anrufer-ID“, meist innerhalb der erweiterten Anrufeinstellungen der Telefon-App. Der genaue Pfad unterscheidet sich je nach Hersteller-Oberfläche, das Prinzip mit den drei Auswahlmöglichkeiten Netzstandard, Nie und Immer taucht aber bei fast allen Marken in ähnlicher Form wieder auf.

Kurzantwort: Bei Android die Telefon-App öffnen, über weitere Optionen zu den Einstellungen und dort die Anrufer-ID auf „Nie“ stellen.

Warum unterdrückte Anrufe seltener ankommen

Eine unterdrückte Nummer schützt zwar die eigene Privatsphäre, senkt aber gleichzeitig die Erreichbarkeit. Seit iOS 13 leiten viele iPhones Anrufe ohne erkennbare Nummer automatisch direkt zur Mailbox weiter, wenn die Funktion „Unbekannte Anrufer stummschalten“ aktiv ist. Auch auf Android-Geräten blockieren viele Nutzer unbekannte Nummern über eigene Apps oder Bordmittel. Wer auf einen Rückruf angewiesen ist, sollte deshalb abwägen, ob die Anonymität wichtiger ist als die Erreichbarkeit.

Wenn die Einstellung nicht funktioniert

Manche Mobilfunkanbieter sperren die Rufnummernunterdrückung netzseitig, unabhängig von der Einstellung im Gerät. Zeigt der Regler trotz Umschalten keine Wirkung, hilft meist nur eine kurze Anfrage beim Kundenservice des eigenen Anbieters. Dort lässt sich die Funktion in der Regel freischalten, teils ist dafür eine aktive SIM-Karte mit gültigem Vertrag erforderlich.

Wann eine unterdrückte Nummer sinnvoll ist

Es gibt praktische Gründe für einen anonymen Anruf. Beim Rückruf auf eine Kleinanzeige möchten viele Menschen ihre private Nummer nicht dauerhaft weitergeben. Auch Ärztinnen oder Therapeuten rufen manchmal vom privaten Handy aus zurück und wollen dabei keine persönliche Nummer preisgeben. Im Alltag spricht dagegen vieles für die sichtbare Nummer, weil Rückrufe nur klappen, wenn der Angerufene die Nummer kennt und speichern kann.

Rechtliche Grenzen bei Werbeanrufen

Für Privatpersonen ist eine unterdrückte Nummer uneingeschränkt erlaubt. Unternehmen dürfen dagegen bei Werbeanrufen ihre Nummer nicht verbergen. Das Telekommunikation-Digitale-Dienste-Datenschutz-Gesetz sieht dafür Bußgelder von bis zu 300.000 Euro vor. Wer einen solchen Anruf erhält, kann ihn über das Beschwerdeformular der Bundesnetzagentur melden, am besten mit Datum, Uhrzeit und dem Namen des werbenden Unternehmens.

Unterschied zwischen Handy und Festnetz

Auch am Festnetzanschluss lässt sich die eigene Nummer unterdrücken, allerdings meist auf andere Weise als beim Handy. Viele Festnetzanbieter aktivieren die dauerhafte Unterdrückung direkt im Kundenportal oder auf Anfrage beim Kundenservice, eine Einstellung im Telefon selbst gibt es dort oft gar nicht. Der Code #31# funktioniert bei den meisten modernen Festnetzanschlüssen ebenfalls, technisch bedingt jedoch nicht bei jedem älteren Anschlusstyp gleichermaßen zuverlässig. Wer regelmäßig vom Festnetz aus anonym telefonieren möchte, fragt am besten direkt beim eigenen Anbieter nach der zuverlässigsten Methode für den vorhandenen Anschluss.

Fazit

Die eigene Handynummer lässt sich mit #31# für einzelne Anrufe oder über die Geräteeinstellungen dauerhaft unterdrücken. Auf iPhone und Android liegt der genaue Menüpunkt an unterschiedlichen Stellen, das Ergebnis bleibt aber gleich. Wichtig zu wissen: Viele Smartphones filtern unbekannte Anrufer automatisch weg, was die Erreichbarkeit deutlich senkt.

FAQ – Häufige Fragen

Wie unterdrücke ich meine Handynummer für einen Anruf?

#31# direkt vor die Zielnummer eintippen und wie gewohnt wählen.

Wie unterdrücke ich meine Nummer dauerhaft auf dem iPhone?

Über Einstellungen, Telefon und „Meine Anrufer-ID senden“ ausschalten.

Wie geht das bei einem Samsung Galaxy?

Telefon-App, weitere Optionen, Einstellungen, Zusatzdienste, dann Anrufer-ID auf „Nie“ stellen.

Was sieht der Angerufene bei unterdrückter Nummer?

Meist „Unbekannt“, „Anonym“ oder „Keine Anrufer-ID“.

Warum kommen unterdrückte Anrufe manchmal gar nicht durch?

Viele Smartphones leiten Anrufe ohne erkennbare Nummer automatisch auf die Mailbox um.

Was tun, wenn die Einstellung nicht funktioniert?

Der Mobilfunkanbieter sperrt die Funktion teils netzseitig, der Kundenservice kann sie freischalten.

Wird die Nummer bei einem Notruf trotzdem übertragen?

Ja, bei 110 und 112 wird die Nummer immer übermittelt.

Dürfen Unternehmen bei Werbeanrufen ihre Nummer unterdrücken?

Nein, dafür drohen Bußgelder von bis zu 300.000 Euro.

Ist eine unterdrückte Nummer für Privatpersonen erlaubt?

Ja, ohne Einschränkung.

Kann ich #31# dauerhaft für einen einzelnen Kontakt speichern?

Ja, den Code direkt vor die gespeicherte Nummer im Kontakt setzen.

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Quellen

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