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Stand: September 2026 · Lesezeit: 6 Minuten
Wer mit einem Samsung-Smartphone anonym anrufen will, unterdrückt die eigene Rufnummer über die Bordmittel der Telefon-App. Das geht dauerhaft über die Einstellungen oder einmalig mit einem Code vor der Zielnummer. Beide Wege funktionieren ohne Zusatz-App und ohne zusätzliche Kosten.
Das Wichtigste in Kürze
- Dauerhaft: Telefon-App, Einstellungen, Zusatzdienste, Anrufer-ID auf „Nummer verbergen“ stellen.
- Einmalig: Vorwahl #31# direkt vor die Zielnummer eintippen.
- Der Gesprächspartner sieht dann „Anonym“ oder „Unbekannt“ statt der eigenen Nummer.
- Die Funktion braucht eine aktive SIM-Karte, ohne SIM bleibt sie ausgegraut.
Rufnummer bei Samsung dauerhaft unterdrücken
Für ein Galaxy-Smartphone öffnet man zunächst die Telefon-App und tippt oben rechts auf die drei Punkte. Im Menü folgt „Einstellungen“, danach „Zusatzdienste“. Dort liegt der Punkt „Anrufer-ID anzeigen“ mit einem Ausklappmenü. Wer „Nummer verbergen“ auswählt, ruft ab sofort bei jedem Gespräch ohne sichtbare Nummer an. Die Änderung gilt für alle ausgehenden Anrufe, bis sie wieder umgestellt wird. Bei manchen One-UI-Versionen heißt der Menüpunkt leicht anders, die Struktur bleibt aber gleich.
Anonym anrufen samsung nur für einen Anruf
Für einen einzelnen anonymen Anruf reicht ein kurzer Code. Die Kombination #31# wird direkt vor die Telefonnummer getippt, ohne Leerzeichen. Ein Beispiel: #31#0301234567. Der Anruf startet wie gewohnt, die Nummer bleibt für diesen einen Kontakt verborgen. Alle folgenden Anrufe laufen wieder normal, die Grundeinstellung ändert sich dadurch nicht. Der Code funktioniert unabhängig davon, ob die Dauereinstellung aktiv oder deaktiviert ist, er überschreibt sie für den einen Anruf.
Kurzantwort: Für einmalige Anonymität reicht #31# vor der Nummer, für Dauerbetrieb braucht es die Einstellung unter Zusatzdienste.
Anrufer-ID zurückstellen
Um wieder mit sichtbarer Nummer anzurufen, führt der Weg zurück in die Zusatzdienste. Dort steht im Ausklappmenü meist „Netzstandard“ zur Auswahl. Diese Option übergibt die Entscheidung an den Mobilfunkanbieter, in Deutschland zeigt er die Nummer standardmäßig an. Wer unsicher ist, ob die Einstellung noch aktiv ist, ruft testweise eine zweite eigene Nummer an und prüft die Anzeige auf dem Display.
Unterschiede zu anderen Android-Herstellern
Bei Geräten von Google, Xiaomi oder OnePlus liegt die vergleichbare Option meist unter „Telefon-App, Einstellungen, Anrufe, Zusätzliche Einstellungen“. Der Menüpfad unterscheidet sich also von Samsung, das Prinzip bleibt identisch. Der Code #31# funktioniert bei praktisch jedem Android-Gerät mit klassischer Mobilfunk-SIM, weil er direkt vom Mobilfunknetz ausgewertet wird und nicht von der Telefon-App selbst.
Warum die Option manchmal fehlt
Nicht jedes Samsung-Modell zeigt den Menüpunkt an derselben Stelle. Bei älteren Android-Versionen liegt er unter „Anrufe“ statt unter „Zusatzdienste“. Manche Prepaid-Tarife blenden die Funktion aus, weil der Anbieter sie im Hintergrund fest auf „anzeigen“ gesetzt hat. In dem Fall hilft nur der direkte Weg über den Code #31#, weil er unabhängig vom Menü funktioniert und direkt an das Netz übergeben wird.
Kosten und rechtliche Grenzen
Die Rufnummernunterdrückung selbst kostet bei den meisten deutschen Anbietern nichts. Sie ändert nur die Übermittlung der eigenen Nummer, nicht den Gesprächspreis. Wichtig: Notrufnummern wie 112 und 110 zeigen die eigene Nummer trotzdem an, das schreibt die Notrufverordnung vor. Auch bei bestimmten Hotlines mit Rückrufsystem blockt der Anbieter unterdrückte Nummern automatisch, weil sonst kein Rückruf möglich wäre.
Kurzantwort: Notrufe übermitteln die Nummer immer, unabhängig von der Einstellung in der Telefon-App.
Eingehende anonyme Anrufe erkennen und blockieren
Wer selbst anonyme Anrufe erhält, kann diese über die Anrufeinstellungen filtern lassen. Viele Galaxy-Geräte bieten unter „Anrufe blockieren“ die Option, Nummern ohne Anrufer-ID direkt abzuweisen. Das hilft gegen Werbeanrufe, blockiert aber auch legitime Anrufer, die aus Datenschutzgründen ihre Nummer verbergen, etwa Ärzte, Behörden oder manche Handwerksbetriebe. Vor dem Aktivieren lohnt sich daher eine kurze Abwägung, wie wichtig solche Anrufe im Alltag sind.
Datenschutz und rechtlicher Hintergrund
Die Anrufer-ID-Übermittlung ist in Deutschland gesetzlich geregelt. Anbieter müssen technisch ermöglichen, dass Kunden ihre Nummer unterdrücken können, das Telekommunikationsgesetz sieht das ausdrücklich vor. Gleichzeitig dürfen Notrufzentralen die Nummer immer sehen, auch bei aktivierter Unterdrückung. Firmen, die Kunden anrufen, müssen ihre Nummer in Deutschland dagegen grundsätzlich anzeigen, eine dauerhafte Unterdrückung im Geschäftsverkehr ist nicht erlaubt. Verstöße dagegen können von der Bundesnetzagentur mit Bußgeldern geahndet werden, private Nutzer sind von dieser Pflicht aber ausgenommen.
Für Privatpersonen bleibt die Entscheidung freiwillig. Wer häufiger mit privater Nummer telefoniert, etwa aus beruflichen Gründen vom eigenen Handy aus, sollte die Dauereinstellung wählen. Wer nur gelegentlich anonym bleiben will, kommt mit dem Code #31# schneller ans Ziel und muss keine Menüs durchsuchen.
Fazit
Anonym anrufen mit Samsung gelingt ohne zusätzliche App. Für Dauerbetrieb reicht eine einmalige Einstellung in den Zusatzdiensten, für den Einzelfall genügt der Code #31#. Notrufe bleiben davon ausgenommen, die eigene Nummer wird dort immer übertragen.
FAQ – Häufige Fragen
Funktioniert #31# bei jedem Samsung-Modell?
Der Code funktioniert bei allen Galaxy-Geräten mit aktiver SIM-Karte, unabhängig vom Android-Modell und der One-UI-Version.
Sieht der Angerufene trotzdem irgendetwas?
Das Display zeigt in der Regel „Anonym“ oder „Unbekannt“ statt einer Nummer oder eines gespeicherten Namens.
Kostet die Rufnummernunterdrückung extra?
Nein, die Funktion ist bei den meisten deutschen Netzbetreibern im Tarif enthalten und kostet nichts zusätzlich.
Kann man auch SMS anonym verschicken?
Nein, die Unterdrückung gilt nur für Sprachanrufe, nicht für SMS oder Nachrichten in Messenger-Apps.
Was passiert bei einem Notruf?
Bei 112 und 110 wird die Nummer immer übertragen, auch mit aktivierter Unterdrückung, das schreibt die Notrufverordnung vor.
Warum finde ich die Einstellung nicht?
Bei älteren Android-Versionen liegt sie unter „Anrufe“ statt unter „Zusatzdienste“, der Code #31# funktioniert trotzdem zuverlässig.
Blockieren Firmen unterdrückte Nummern?
Manche Hotlines und Rückrufsysteme weisen anonyme Anrufe automatisch ab, das entscheidet der jeweilige Anbieter selbst.
Lässt sich die Unterdrückung wieder abschalten?
Ja, über dieselbe Menüseite mit der Option „Netzstandard“ statt „Nummer verbergen“ im Ausklappmenü.
Braucht man dafür eine SIM-Karte?
Ja, ohne aktive SIM-Karte bleibt die Einstellung ausgegraut und lässt sich nicht antippen.
Gibt es Unterschiede zwischen Prepaid und Vertrag?
Manche Prepaid-Tarife zeigen die Nummer standardmäßig fest an, dann hilft nur der Code #31# im Einzelfall.
- Sollte man NFC ausschalten?
- Router zurücksetzen: Anleitung
- FRITZ!Box Notfall-IP finden
- WLAN-Name ausblenden oder anzeigen
Quellen

Susanne erklärt digitale Alltagsdinge geduldig und Schritt für Schritt. Wer bei ihr liest, muss nichts vorher wissen.






